Pflege zu Hause
Palliativversorgung zu Hause: So gehen Sie vor
Beschwerden, Erreichbarkeit, Krisenplan und gewünschte Versorgung mit behandelnden Fachpersonen abstimmen. Beim Thema „Palliativversorgung zu Hause“ führt der Ablauf vom ersten prüfbaren Schritt über die zuständige Stelle bis zur dokumentierten Entscheidung und Wiedervorlage.

Kurzantwort
Das Wichtigste in Kürze
Beginnen Sie mit diesem Schritt: Wünsche, Belastungen und Versorgungsziel mit der betroffenen Person besprechen. Danach: Hausarzt und geeignete palliative Dienste nach regionaler Versorgung fragen. Anschließend: Medikamente, Hilfsmittel, Rufwege und Krisenentscheidungen schriftlich vorbereiten. Haus- und Fachärzte, Pflegedienst, Hospizdienst und gegebenenfalls ein spezialisiertes ambulantes Palliativteam teilen klar abgegrenzte Aufgaben.
Einordnung
Wann ist dieses Thema relevant?
- Das konkrete Ziel ist geklärt: Beschwerden, Erreichbarkeit, Krisenplan und gewünschte Versorgung mit behandelnden Fachpersonen abstimmen.
- Die Ausgangslage lässt sich belegen: Eine nicht heilbare fortschreitende Erkrankung verursacht belastende Symptome oder komplexen Versorgungsbedarf.
- Der Entscheidungsmaßstab ist bekannt: Palliativversorgung zu Hause richtet Behandlung, Pflege, Symptomlinderung, Erreichbarkeit und Krisenentscheidungen an den Wünschen der schwer erkrankten Person aus.
Konkreter Ablauf
So gehen Sie Schritt für Schritt vor
- 01
Wünsche, Belastungen und Versorgungsziel mit der betroffenen Person besprechen.
- 02
Hausarzt und geeignete palliative Dienste nach regionaler Versorgung fragen.
- 03
Medikamente, Hilfsmittel, Rufwege und Krisenentscheidungen schriftlich vorbereiten.
- 04
Angehörige entlasten und nach jedem Ereignis den Plan gemeinsam aktualisieren.
- 05
Ergebnis und nächste Wiedervorlage festhalten: Versorgung und 24-Stunden-Kontakt werden eingerichtet, bevor die nächste erwartbare Krise eintritt.
Vorbereiten
Diese Unterlagen helfen
- Ärztlicher Behandlungs- und Bedarfsplan
- Aktueller Medikamenten- und Bedarfsmedikationsplan
- Krisenbogen mit Erreichbarkeit, Wünschen, Vollmacht und Notfallentscheidungen
- Kopie des Vorgangs zum Thema „Palliativversorgung zu Hause“ mit Versand- beziehungsweise Eingangsbeleg
Genau hinsehen
Worauf Sie besonders achten sollten
Wiedervorlage: Versorgung und 24-Stunden-Kontakt werden eingerichtet, bevor die nächste erwartbare Krise eintritt. Medikamentenvorrat, Hilfsmittel und Rufnummern werden mindestens wöchentlich sowie nach jeder Therapieänderung geprüft.
Typischer Fallstrick: Ein Notrufplan ohne abgestimmtes Behandlungsziel kann im Ernstfall zu belastenden und nicht gewünschten Krankenhauseinweisungen führen. Prüfen Sie deshalb vor dem Versand besonders Ärztlicher Behandlungs- und Bedarfsplan und Aktueller Medikamenten- und Bedarfsmedikationsplan.
Praxisbeispiel: Für Atemnot ist festgelegt, welches Medikament wer geben darf, welche Nummer zuerst angerufen wird und wann der Rettungsdienst notwendig ist.
Häufig gefragt
Fragen und kurze Antworten
Was ist der erste Schritt beim Thema „Palliativversorgung zu Hause“?
Wünsche, Belastungen und Versorgungsziel mit der betroffenen Person besprechen.
An welche Stelle richte ich den Vorgang zum Thema „Palliativversorgung zu Hause“?
Haus- und Fachärzte, Pflegedienst, Hospizdienst und gegebenenfalls ein spezialisiertes ambulantes Palliativteam teilen klar abgegrenzte Aufgaben.
Was sollte ich nach der Entscheidung zum Thema „Palliativversorgung zu Hause“ tun?
Medikamentenvorrat, Hilfsmittel und Rufnummern werden mindestens wöchentlich sowie nach jeder Therapieänderung geprüft.
Offizielle Quellen und fachlicher Stand
Inhaltlich geprüft am 10.07.2026. Für eine verbindliche Entscheidung sind die Originalquelle und der konkrete Bescheid maßgeblich. So prüft und aktualisiert die Redaktion ihre Inhalte.


